Zu den größten fertigungstechnischen Herausforderungen im Maschinenbau zählt das automatische Entgraten von Bohrungsverschneidungen – beispielsweise bei Strukturteilen und Kurbelwellen sowie bei Sand- & Druckguss entstehenden Graten und der Formtrennung. Bisher ließen sich die störenden Grate, die sich im Inneren und Äußeren der Teile befinden, nur mit großem Zeit- oder Investitionsaufwand und zum Teil auch nur manuell entfernen. Die Roboter-Entgratzelle bringt Perfektion, Performance und effizienteres Arbeiten unter einen Hut.

Die Entgratzelle kann über mehrere Stationen verfügen, die mehrere Strukturteile bearbeiten kann. Das Entfernen eines Angusses oder eines Steigers kann innerhalb einer Entgratzelle, beispielsweise für Gussteile (Aluminium, Messing oder Stahl) durch Sägeeinheiten passieren.

Zudem ist die Zelle so konzipiert, dass sich ähnliche Bauteile mit unterschiedlicher Geometrie ohne Umbau oder Werkzeugwechsel entgraten lassen. Nach der Identifikation des jeweiligen Rohlings wird das entsprechende bauteilspezifische Bearbeitungsprogramm automatisch gestartet.

Ein Roboter oder ein spezielles Handlungssystem übernimmt das Zu- und Weiterführen der Werkstücke. Zudem verfügt die Entgratzelle über eine separate Abblasstation, in der die Werkstücke vor und/oder nach der Bearbeitung von Spänen gereinigt werden.

Der Roboter sowie die Entgratmaschinen sind auf einem stabilen Rahmengestell fest montiert und mit einer Kabine umgeben, die besonders günstige Verhältnisse für die Absaugung bietet und eine Geräuschdämpfung bewirkt. Im vorderen Kabinenbereich werden Durchbrüche berücksichtigt oder eingeplant, unter der die verschiedenen Zuführungseinrichtungen – wie Schiebetisch, Palettenfördereinrichtung oder andere Einrichtungen, die zur automatischen Werkstückzuführung dienen – montiert werden.